13.6. Boßler – Wolfbühl – Gruibinger Wiesle
Nordwestlich von Gruibingen, am Parkplatz Boßler, startet eine Gruppe von 26 Wanderfreudigen bei herrlichem Wetter zur Wanderung auf den Boßler. Die Gegend um den Boßler und Wolfbühl kann mit einer abwechslungsreichen Natur aufweisen: Wälder, Wiesen, Felder, Hochflächen, Steilhänge und schöne Aussichtpunkte mit eindrucksvollem Panorama wechseln sich laufend ab. Auch ausgewiesene Naturschutzgebiete sind vorhanden. Angenehme Wald- und Forstwege, ein Stück am Albtrauf entlang und auch etwas abenteuerliche Pfade erwarten die Wandernden. Am Boßler-Haus wird die erste Pause eingelegt, um bei einem Tässchen Kaffee die fantastische Aussicht auf die Drei-Kaiser-Berge zu genießen. Danach geht es weiter zum höchsten Punkt des Boßler mit 794,7 Metern und wunderbarer Aussicht auf das Albvorland, den Ort Weilheim und die Burg Teck. Bald ist die Gruppe am Rand des Gruibinger Wiesle, das ruhig und ursprünglich auf einer Höhe von 760 Metern liegt. Weiter geht es zum „Jahrhundertstein“, einem Kunstprojekt des Esslinger Künstlers Uli Gsell, das am 17.6.2001 feierlich eingeweiht wurde. Drei stehende Felsplatten aus Jurakalkstein bilden einen begehbaren Raum, der gleichzeitig auch ein sinnbildlicher sein soll – eine „Metapher“ für den Zeitraum des 20. Jahrhunderts. Der Kontrast zwischen den natürlichen und bearbeiteten Flächen bestimmt die Struktur der Anlage. Hier erscheinen eingemeißelte Worte, Begriffe und Ideen, die sich auf die unterschiedlichsten Felder menschlichen Denkens und Tuns im 20. Jahrhundert beziehen: Politik, Kultur, Technik, Wissenschaft und Alltag. Das Bedeutungsvolle steht neben dem Unscheinbaren. So ergeben sich Verbindungen und Sinnzusammenhänge. 100 bedeutungsträchtige Begriffe aus 100 Jahren erinnern an das vergangene Jahrhundert und regen zum Nachdenken an.
Nach dieser kunstvollen Pause geht es weiter durch Wälder und an Wiesen vorbei zum Vorplatz der Wolfbühl-Hütte, wo man sehr schön verweilen kann. Der letzte Abschnitt der Wanderung über den Hillenhangweg wird auch gut gemeistert und zur Schlusseinkehr trifft man sich im Landgasthof Linde in Weißenstein. Bei gutem Essen und angeregter Unterhaltung endet ein abwechslungsreicher und schöner Wandertag.
Tourdaten: 13 km, 360 hm.

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Wanderführerin: Sylvia Hägele, Text und Fotos: Sylvia Hägele
16.05.2026 Heldentour-Königsetappe der Löwenpfade
Sie ist die anspruchsvollste und längste Etappe der Löwenpfade. 24 km, 800 Hm. Vier kräftige Aufstiege und natürlich eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, über Albtraufkanten, durch Wälder und Wacholderheiden erwarten den konditionsstarken Wanderer. Ein Superlativ um auch seine Grenzen auszutesten.
Vom idyllischen Ort „Degenfeld“ geht es über das „Schweintal“ auf die Albhochfläche. Nach Querung der „Lützelalb“ führt ein schmaler Pfad hinab nach „Weißenstein“. Das Schloss, einst Burg der Ritter von Weißenstein ist heute ein Zentrum der Mikrofotografie und ein tolles Highlight. Zurück zum Albtrauf geht es steil bergan durch Buchenwälder und bietet von oben weite Ausblicke. Über Waldpfade und Wiesen hinab nach „Nenningen“ um wieder aufzusteigen zum „Heldenberg“. Die Landschaft öffnet sich zu Wacholderheiden, Trockenwiesen und bietet Ausblicke auf den Albtrauf. Der höchste Punkt der Tour wird erreicht auf dem „Kalten Feld“. Albtrauf – Panorama begleitet uns bis zum „Galgenberg“, mit freiem Blick ins „Lautertal“ und „Filstal“. Ein steiler Abstieg führt uns zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.
Eine Tour mit einer homogenen 11-köpfigen Truppe, die Mühen und Anstrengungen gerne aufsichnahm. Die Einkehr war redlich verdient.
Chapeau!!!!!!!!!

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Wanderführer: Claus Kuhnigk, Text: Claus Kuhnigk, Fotos: Sylvia Hägele, Ingrid Weller
06.05.2026 Runde um die Steinbacher Höfe
Am Parkplatz im Köld treffen sich 10 Wanderfreudige, um gemeinsam die Runde um die Steinbacher Höfe zu wandern. Zunächst geht es Richtung Weiler in den Bergen, um am Ortsrand die Abzweigung zu nehmen, die am Sportplatz und an weitläufigen grünen Hügeln und Wiesen vorbei in den Wald bei den Steinbacher Höfen führt. Eine kleine Steigung am Waldrand, hinein in den Wald und bald kommt eine kleine Abzweigung zu einem schönen Steinkreuz mit einer Marienstatue. Über eine bunte Blumenwiese hinweg sind die Steinbacher Höfe, die einst „Steinbach“ genannt wurden, zu sehen. Geschichtlich erfährt man zum 1. Mal von den „Steinbacher Höfen“, als im Jahr 1371 ein Gütlein an Gmünder Familien verkauft wird.
Die Philosophie des Steinbachhofs lautet: „Denn Du bist, was Du isst“!
Diese Weisheit ist in Demeter-Produkten besonders zu spüren. Auf dem Steinbachhof wird seit mehr als 30 Jahren biologisch-dynamisch gewirtschaftet. Bei der Nahrungsmittelerzeugung wird besonders auf die Erhaltung von natürlicher Arten- und Kulturpflanzenvielfalt Wert gelegt. Es werden viele alte aber hochwertige Kulturpflanzen angebaut, welche einen nachhaltigen Ertrag mit hoher Qualität liefern. Auch die artgerechte Rinderhaltung ist hier von großer Bedeutung.
Weiter geht es mit schöner Aussicht auf Weiler i. d. B.. Im Hintergrund sind Scheuelberg, Himmelreich und Bargauer Horn zu sehen, bevor der Weg wieder in den Wald hineinführt. Am Emersberg entlang wird der Wald verlassen und die Steinbacher Höfe sind nun von der anderen Seite ersichtlich. Einem schmalen Fahrweg nach Weiler i. d. B. folgend und über versteckte schmale Gässchen und Wege geht es durch den Ort, am rustikalen Pferdehof vorbei und wieder ein kleines Stück im Wald und am Waldrand entlang zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Nach 8 Kilometern, 160 Höhenmetern ist das Ziel erreicht. Als der angekündigte Regen einsetzt, ist die Gruppe bereits im Hofcafe in Herdtlinsweiler, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.


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Wanderführerin: Sylvia Hägele, Text und Fotos: Sylvia Hägele
25.04.2026 Vom „Geißentäle“ hoch zur Kreuzkapelle
Eine bunt gemischte Gruppe von 21 Personen trifft sich an einem schönen Frühlingstag in Mühlhausen im Täle, um eine Wanderung hoch zur Kreuzkapelle zu unternehmen. Mühlhausen i. T. gehörte seit dem 12. Jahrhundert zum Besitz der Grafen von Helfenstein und war ein Teil von deren Herrschaft Wiesensteig. Eingebunden zwischen Albvorland und Albhochfläche gelegen, im sog. „doppelten Albtrauf“ bietet Mühlhausen i. T. den idealen Ausgangspunkt für diese Wanderung. Naturräumlich gehört das Gebiet zur Mittleren Kuppenalb. Zunächst geht es an der jungen Fils entlang durch den Ort. Danach wird die Straßenbrücke unterquert und dem Schönbachweg folgend wandert die Gruppe nach Gosbach. Der Ort Gosbach liegt im Oberen Filstal, das umgangssprachlich „Geißentäle“ genannt wird. Hier mündet der Bach Gos in die Fils.
Am Ortsrand von Gosbach führt ein steiler Anstieg über einen Kreuzweg hoch auf den Leimberg zur Kreuzkapelle. Faszinierend ist der Ausblick in das Obere Filstal, zum mächtigen Felsen Tierstein und zur Ruine Hiltenburg. Auch der Albabstieg der A8 ist zu sehen. Die Kreuzkapelle beherbergte einst das sog. „wundertätige Leimberger Kreuz“, dem eine besondere Wirkung nachgesagt wurde. Um es vor Witterung und Diebstahl zu schützen, wurde das Kreuz bereits im Jahr 1977 in die Pfarrkirche St. Magnus verlagert. Der heutige Kapellenbau wurde im Jahr 1882 errichtet und ist ein Ort der stillen Einkehr: schlicht, friedlich und von tiefer Symbolkraft getragen. Bis heute ist die Kapelle ein beliebtes Ziel für Pilger, Wanderer und Ruhesuchende. Hier macht die Gruppe eine gemütliche Pause um zu vespern sowie die Sonne und die Aussicht zu genießen. Nach der Pause geht es weiter, leicht auf- und abwärts auf schönen Waldwegen. Sonne und Schatten wechseln sich ab und das frische Grün ist herrlich anzusehen. Ein angenehmer Abstieg über den Unteren Leimberg, vorbei an gewaltigen Hängen, führt in das Schönbachtal, das seinem Namen alle Ehre macht. Hier grünt und blüht es einfach wunderschön. Nach 10 Kilometern und 220 Höhenmetern endet die Tour wieder in Mühlhausen i. T.
Im Cafehaus Kaliz in Gosbach lässt sich die Gruppe zum Ausklang mit leckeren Kuchen und Torten verwöhnen.


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Wanderführerin: Sylvia Hägele, Text und Fotos: Sylvia Hägele
11.04.2026 Um Neidlingen herum und zur Ruine Reußenstein
Im oberen Tal der Lindach gelegen gehört Neidlingen zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Einst war der Ort die größte Kirschenanbaugemeinde Württembergs, bis 1900 wurde am Butzenberg sogar Wein angebaut. Wir besuchten auf unserer Wanderung zwei der ehemals sechs Höhenburgen die den Ort umgaben. Die Ruine Reußenstein gilt zurecht als eine der schönsten Ruinen der Alb. Kühn sitzt sie am Albtrauf und bietet wunderbare Ausblicke weit über das Neidlinger Tal hinaus. Besonders beeindruckend ist der Blick ins Tal zur Zeit der Kirsch- und Birnbaumblüte. Den Grillplatz in der ehemaligen Vorburg nutzten wir als Vesperplatz. Gestärkt ging es weiter zum Heimenstein. In seiner Höhle lebte nach der Sage von Wilhelm Hauff der Riese Heime, der für sich die Burg Reußenstein erbauen ließ, um sie dann umgehend dem tapferen Schustergesellen zu schenken, der dort den letzten Nagel eingeschlagen hatte. Von der ehemaligen Burg Heimenstein sind nur noch Reste des Halsgrabens zu erkennen. Immer dem schönen Wanderweg am Albtrauf folgend passierten wir die Hindenburghütte. Nach einem Schlenker über ein schönes Stück Heide mit Ausblick zu Hohenstaufen und Hohenrechberg ging es abwärts. Vorbei an interessanten Erosionsgräben, dann steil bergab in der „Streif von der Alb“ zum Fuß des Naturschutzgebietes „Unter dem Burz“. Wiesen mit blühenden Kirschbäumen säumten den Weg zum Wanderparkplatz Braike. Ein Besuch in der Pizzeria „da Pepe“ in Bad Boll rundete einen Wandertag ab, an dem das Wetter nicht besser hätte sein können.
Tourdaten: 12 km, 460 hm, 4 Std reine Gehzeit, 17 Teilnehmer


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Wanderführerin: Elisabeth Müller, Text: Elisabeth Müller, Fotos: Sonja und Gerhard Steiner












