Familiengruppe 2026

27.06.2026 Hüttentour

Familienwanderung bei hochsommerlichen Temperaturen
Eigentlich hätte man an diesem Juniwochenende lieber einen Platz am Badesee als auf einem Wanderweg vermutet: Bei Temperaturen von nahezu 40 Grad zeigte sich der Sommer von seiner heißesten Seite. Kein Wunder also, dass einige Familien ihre Teilnahme an unserer geplanten Zweitageswanderung schweren Herzens absagen mussten. Die kleine Gruppe, die sich dennoch auf den Weg machte, wurde jedoch mit zwei wunderschönen Tagen voller Naturerlebnisse, Gemeinschaft und unvergesslicher Eindrücke belohnt.
Der erste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten. Vom Kohlberger Ortsrand führte unser Weg hinauf auf den geheimnisvollen Jusi. Der markante Zeugenberg mit seiner bewegten Geschichte und den zahlreichen Sagen, die sich um ihn ranken, bot bereits am Morgen herrliche Ausblicke über das Albvorland. Von dort ging es weiter entlang der Kante des Albtraufs, wo sich immer wieder beeindruckende Panoramablicke eröffneten. Trotz der hochsommerlichen Hitze sorgten schattige Waldabschnitte zwischendurch für willkommene Erholung.
Über das weitläufige Maisental führte die Wanderung schließlich hinauf zu den moosbewachsenen Kaskaden der Gütersteiner Wasserfälle. Dieser Ort erwies sich als wahrer Glücksfall: Das eiskalte Wasser lud zum Abkühlen ein, und Groß und Klein nutzten die Gelegenheit, die Füße – manche sogar mehr – ins Wasser zu halten. Nach den schweißtreibenden Kilometern war diese Erfrischung wohl der schönste Moment des Tages.
Am Abend erreichten wir die Rohrauer Hütte der Naturfreunde. Nach dem Beziehen der Schlafplätze wurde das selbst mitgebrachte Vesper ausgepackt. In gemütlicher Runde ließen wir den Tag ausklingen, erzählten Geschichten, lachten viel und genossen die besondere Atmosphäre einer Hüttenübernachtung.
Am Sonntag führte uns der Rückweg auf einer etwas kürzeren Strecke wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Temperaturen waren erneut hoch, doch inzwischen hatten wir uns an das sommerliche Wetter gewöhnt. Die Landschaft zeigte sich auch auf dem Rückweg von ihrer schönsten Seite und machte deutlich, wie abwechslungsreich und reizvoll die Schwäbische Alb ist.
Besonders beeindruckt hat uns die jüngste Teilnehmerin der Gruppe. Mit gerade einmal zehn Jahren meisterte sie die gesamte Strecke aus eigener Kraft – und das zeitweise sogar mit eigenem Rucksack auf dem Rücken. Mit bewundernswerter Ausdauer, guter Laune und ohne ein einziges Klagen zeigte sie, dass Wandern keine Frage des Alters, sondern der Begeisterung ist. Dafür erhielt sie den verdienten Applaus aller Mitwandernden.
Am Ende waren sich alle einig: Die Hitze war zwar eine echte Herausforderung, doch sie konnte der guten Stimmung nichts anhaben. Im Gegenteil – vielleicht werden wir uns gerade deshalb noch lange an diese Familienwanderung erinnern. Sie hat einmal mehr gezeigt, dass gemeinsames Wandern verbindet, kleine Abenteuer bereithält und selbst unter außergewöhnlichen Bedingungen unvergessliche Erlebnisse schafft.

 


Organisation Andreas Müller und Joachim Wagner, Text und Fotos: Christof Scherberger

13.06.2026 Kanufahren im Altmühltal

5 Kinder und 5 Erwachsene hatten beim Kanufahren sehr viel Spaß oder nass?
Einfach einmal raus aus dem Alltag. Den Garten Garten sein lassen und gemeinsam etwas unternehmen. Dies gelingt, wenn man sich etwas vorgenommen hat. Und so ließen drei Familien ihre Haushaltspflichten hinter sich und begaben sich ins Altmühltal zum Kanufahren. Zwischen Solnhofen und Dollnstein hatten die Familie viel Spaß und schöne Erlebnisse. Herrliche Felsformationen, stolze Reiher und zwei Bootsrutschen, die den Vordermännern und -frauen reichlich nass bescherten. Doch das schönste war wie immer die Gemeinschaft, das Zusammensein und die vielen Gespräche.


Organisation: Joachim Wagner, Text und Fotos: Joachim Wagner

07.03.2026 Unterwegs mit der Albvereinsfamilie

Das hatten sich unsere Familienfachwarte Andreas und Joachim wohl anders vorgestellt. Statt mehrere einzelne Familien, fand sich eine große Albvereinsfamilie zu ihrer Wanderung mit Kittel um und über den Rosenstein ein. Zwanzig begeisterte Wanderer zwischen 19 und 82 Jahren – nur Kinder waren keine dabei – starteten in der Stellung bei Heubach über den Hochberg zur Teufelsmauer. Unterwegs konnten bei prächtigem Wetter schon die ersten Frühlingsboten, wie Leberblümchen und Huflattich entdeckt werden (später kam dann auch noch ein einzelner Seidelbast dazu). Nach der Überschreitung des Keltenwalls, merkten dann die Teilnehmer, dass sie doch auf einer für Familien geplanten Wanderung waren: Die Hälfte der Strecke hinunter ins Lappertal ging querfeldein den steilen Hang hinab. Doch die Gruppe meisterte diese Herausforderung bravourös, teilweise mit kindgerechten Methoden: Ist das Gelände zu steil zum Gehen, hat es die optimale Neigung, um auf dem Hosenboden hinunter zu rutschen! Der Rest des Weges, hinauf zum Finsteren Loch und über den Ost- und Westfelsen zurück zur Stellung, verlief dann eher konventionell. Den Parkplatz erreichte die Gruppe dann in ausgelassener Stimmung. Wahrscheinlich wird der eine oder andere Mitwanderer einmal wieder bei einer „Familienwanderung“ dabei sein, denn mal wieder „Kind“ sein hat sichtlich Spaß gemacht.


Weitere Fotos sind hier zu sehen…
Wanderführer: Andreas Müller, Joachim Wagner, Text: Joachim Wagner, Fotos: Marcellinus Schäffauer, Andreas Müller