Berichte 2026 – 2. Quartal

Um Neidlingen herum und zur Ruine Reußenstein

Im oberen Tal der Lindach gelegen gehört Neidlingen zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Einst war der Ort die größte Kirschenanbaugemeinde Württembergs, bis 1900 wurde am Butzenberg sogar Wein angebaut. Wir besuchten auf unserer Wanderung zwei der ehemals sechs Höhenburgen die den Ort umgaben. Die Ruine Reußenstein gilt zurecht als eine der schönsten Ruinen der Alb. Kühn sitzt sie am Albtrauf und bietet wunderbare Ausblicke weit über das Neidlinger Tal hinaus. Besonders beeindruckend ist der Blick ins Tal zur Zeit der Kirsch- und Birnbaumblüte. Den Grillplatz in der ehemaligen Vorburg nutzten wir als Vesperplatz. Gestärkt ging es weiter zum Heimenstein. In seiner Höhle lebte nach der Sage von Wilhelm Hauff der Riese Heime, der für sich die Burg Reußenstein erbauen ließ, um sie dann umgehend dem tapferen Schustergesellen zu schenken, der dort den letzten Nagel eingeschlagen hatte. Von der ehemaligen Burg Heimenstein sind nur noch Reste des Halsgrabens zu erkennen. Immer dem schönen Wanderweg am Albtrauf folgend passierten wir die Hindenburghütte. Nach einem Schlenker über ein schönes Stück Heide mit Ausblick zu Hohenstaufen und Hohenrechberg ging es abwärts. Vorbei an interessanten Erosionsgräben, dann steil bergab in der „Streif von der Alb“ zum Fuß des Naturschutzgebietes „Unter dem Burz“. Wiesen mit blühenden Kirschbäumen säumten den Weg zum Wanderparkplatz Braike. Ein Besuch in der Pizzeria „da Pepe“ in Bad Boll rundete einen Wandertag ab, an dem das Wetter nicht besser hätte sein können.
Tourdaten: 12 km, 460 hm, 4 Std reine Gehzeit, 17 Teilnehmer


Alle Fotos sind hier zu sehen…
Wanderführerin: Elisabeth Müller, Text: Elisabeth Müller, Fotos: Sonja und Gerhard Steiner